Was ist eine Patientenverfügung?

Die Patientenverfügung ist eine schriftliche Erklärung, die vorsorglich getroffen wird. Sie tritt in Kraft, wenn der Patient nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen mündlich zu äußern. Die Erklärung übermittelt den Angehörigen und Ärzten den letzten Willen der oder des Verfügenden. Wer eine Patientenverfügung schreibt, will in erster Linie aufzeigen, welche medizinischen Möglichkeiten er zur Lebensverlängerung in Anspruch nehmen möchte.

Dabei besteht die Möglichkeit, eine Person Ihres besonderen Vertrauens zu benennen, die die Aufgaben eines oder einer Bevollmächtigten übernehmen kann. Die Patientenverfügung ist unabhängig davon gültig. Die bevollmächtigte Person vertritt Ihre Interessen. Sie sollten deshalb mit ihr über Ihre Vorstellungen reden, die Sie in der Patientenverfügung und der Vorsorgevollmacht zum Ausdruck bringen wollen. Wenn die betreffende Person bereit ist, die Bevollmächtigung zu übernehmen, sollte sie dieses Formular unterschreiben und das Zweitexemplar des Formulars erhalten.

Eine Patientenverfügung bedarf keiner bestimmten Form, sie muss nur unterschrieben sein. Sie sollten den Text regelmäßig, zum Beispiel jährlich, bestätigen, am besten mit Datum und Unterschrift. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Verfügung auch gefunden wird. Dabei hilft auch eine Eintragung ins Vorsorgeregister.

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